Hypnose Konvention – HYDE 2024

Logo der HYDE mit Schriftzug HYDE2024

Titelbild ist das Logo der HYDE und darf mit Erlaubnis der Veran­stal­terin (Unicado) hier gepostet werden.

Anfang April ging es für mich in die Nähe der Nieder­län­di­schen Grenze. Dort würde die HYDE statt­finden. Für mich das erste mal dass ich Privat auf eine Konven­tion gehen würde. Dann auch noch das erste Kinky Hypno Event das länger als ein paar wenige Stunden dauert und zu guter letzt mit einigen der bekann­tes­tesn Euro­päi­schen Kink Hypnotiseure:innen. So viel neues auf einmal. Ihr könnt euch sicher­lich vorstellen, wie gespannt ich war.

Ich werde das ganze „Tages­weise“ zusam­men­fassen und genauso wie auf dem Programm in die Verschie­denen Events. Die jewei­ligen Uhrzeiten neben den Events sind die Start­zeiten. Einfach, weil mein innerer Monk das mit angeben wollte. 😁 Und die Namen in Klammern sind natürlich die Personen, welche die jewei­ligen Workshops gehalten haben.

Donnerstag

Onboarding – 16:30

Das Onboar­ding war soweit erstmal nichts beson­deres. Einche­cken ob ich auf der Liste stehe. Danach Bezüge für das Bett abholen, da wir in einem Jugend­heim unter­ge­bracht waren. Zuweisen der Betten und dann erstmal Chillen. 😁

Das erste Event war dann Hypnokink Consent 101. Dabei ging es, offen­sicht­lich, um das Thema Konsens innerhalb von Hypnose Spielen. Und auch wenn Sinister &Hypno Hedonista – Trixdas hervor­ra­gend gemacht habe, war hier nichts neues für mich dabei. Trotzdem bin ich mega happy, dass es diesen Vortrag gab. Ich hab mich zwar schon selbst zu dem Thema belesen, aber es kann nicht von jedem Voraus­ge­setzt werden, und ein Event, welches sich als erstes nur um den Konsens kümmert ist für mich ein gutes Event 😊 Und zudem war das für mich ne super Möglich­keit mich daran zu gewöhnen, dass ich von mir bekannten, und als Profis ange­se­henen, Hypnok­inster unter­richtet werde. Immer schön, wenn die Leute von YouTube im echten Leben genauso cool drauf sind. 💖 Besonders schön war aller­dings, dass die beiden sowohl White­liste-Konsens (nur das was zuge­stimmt ist, ist erlaubt) als auch Blacklist-Konsens (nur das was verboten ist, darf nicht gemacht werden, alles andere ist erlaubt) erwähnt haben.

Hypnotic Speed Friending (Hypno Hedonista – Trix) – 20:30

Soweit mein Hirn 🧠 sich noch erinnern kann, haben wir hier immer wieder Bewe­gungs­übungen gemacht, welche dafür gesorgt haben, dass wir wild durch­ein­an­der­ge­mischt im Raum standen. Dann sollten wir uns die nächst nähere Person nehmen, uns vorstellen und je nach Runde unter­schied­liche Übungen machen. Hier gab es zwar noch keine Hypnose im eigent­li­chem Sinne, dafür einige sehr coole vorbe­rei­tenden Übungen. Zudem kamen so die meisten direkt schonmal mit neuen unbe­kannten Leuten ins Gespräch, was natürlich für den Rest des Events super war. Da wir recht­zeitig beendet hatten, konnten wir dann noch zum paral­lelen Event rüber­gehen und uns einen hypno­ti­schen Cocktail holen. 🍹

Hypnotic Cocktail (Sinister) – 20:30

Auf der anderen Seite hat dann Sinister die Cock­tailbar gemacht. Hier hab es dann verschie­denste Cocktails (Freeza Colada / Dumquire / Old Passioned / Brain­killer / Tongue Tai / Whiskey Cower) zum Trinken. Herge­stellt aus Limo, Tonic Water und ein paar Sugges­tionen. Ich habe mich für den Brain­killer entschieden. Leider habe ich durch die Laut­stärke im Raum nicht alles mitbe­kommen und war auch noch etwas hibbelig, daher war die Wirkung leider nicht so stark wie gehofft. Trotzdem habe ich gemerkt, wie mein Kopf für eine Weile deutlich ruhiger wurde. Mein vieles Nach­denken und Über­prüfen, wie es wirkt, hat dann aller­dings zu sehr dagegen gefeuert. Trotzt all der Einschrän­kungen ein sehr cooles erstes Erlebnis.

Irgend­wann ging es dann mal in Richtung Bett. Nach einem langen und anstren­genden Tag war das mehr als notwendig. Gerade weil das Frühstück auch schon ab 8 Uhr bereit­stand.

Freitag

Hypnosis 101 (MrSnake) – 09:00

Frei­tag­früh ging es dann wieder weiter mit den Workshops. Der Hypnosis 101 Workshop war, dem Titel entspre­chend, sehr auf die Grund­lagen ausge­richtet. Auch hier gab es keine großen Über­ra­schungen für mich, weil ich, wie gesagt, schon viel zu Hypnose konsu­miert habe. Ein schönes Gold Nugget war für mich die Aussage, dass, wenn jemand nicht aus der Hypnose kommen will, es hilfreich sein kann, diese Person mit ihrem Namen anzu­spre­chen; das würde wohl sehr gut wirken. Bisher hatte ich das noch nicht, freue mich aber immer, wenn ich ein neues Erste-Hilfe-Tool habe, auch wenn ich es nicht, bezie­hungs­weise noch nicht brauche.

Co-topping for Beginners (Dancer) – 10:00

Das war der erste Workshop, bei dem es dann auch für mich spannend wurde. Ich habe zwar schon 2-3 mal Co-Topping betrieben und jemanden auf diese Art in Hypnose geschickt, aber das war bis dato immer impro­vi­siert. Und auch wenn es jedes Mal funk­tio­niert hat, freue ich mich doch über neue Ideen und Anre­gungen.

Auch hier wurde wieder auf Whitelist- / Blacklist-Konsens einge­gangen. Zudem gab es vier Punkte, auf die ich bisher gar nicht geachtet hatte, bezie­hungs­weise in meinem Kopf einfach nicht wichtig waren. Daher hier nochmal fest­ge­halten.

  • Das Konsens­ge­spräch beim Coo-Topping muss zwischen allen Personen geführt werden. Das heißt A&B, A&C, B&C. Gerade, dass auch die beiden aktiven Personen einen Konsens brauchen, habe ich oft einfach ignoriert.
  • Zudem muss geklärt werden, ob beide Tops damit okay sind, was der jeweils andere Top mit dem Sub macht. Nur weil Top A und Sub okay sind, heißt es nicht, dass auch Top B damit okay ist.
  • Nur weil Top A etwas mit der Sub-Person machen darf, heißt es nicht, dass auch Top-B das mit der Sub-Person machen darf.
  • Und zu guter Letzt sollte es beim Konsens­ge­spräch nicht nur um Limits gehen, sondern auch darum, wie die Hypnose aufgebaut wird. Sind die Tops gleich­ge­stellt oder ist eine Person assis­tie­rend. Und auch, ob es ein Mitein­ander oder ein Gegen­ein­ander ist.

Alles in allem, also ein doch nochmal einige gute Punkte, auf die ich in Zukunft mehr achten werde. Bisher war es okay, aber es ist immer gut, mehr Konsens abzu­fragen, als nötig gewesen wäre. Lieber zu viel als zu wenig.

The Flow Manifesto (Sinister / Hypno Hedonista – Trix) – 11:00

Wieder ein sehr span­nender Workshop der beiden, “Das Flow Manifest” (englisch klingt es einfach cooler lach. Hier wurden einige „fort­ge­schrit­tene” Grund­lagen ange­spro­chen; Teile davon waren mir bekannt, andere waren gut gehört zu haben. Für mich waren ein paar spannende Infor­ma­tionen dabei, die ich hier wieder­geben möchte:

  1. Die tradi­tio­nelle Reihen­folge der Hypnose (Induktion/Deepener/Suggestionen/Reorientierung) ist zwar sinnvoll, kann aber auch easy geändert werden. Das ist nichts, an dem man sich zwanghaft fest­halten muss oder sollte. Gege­be­nen­falls kann das sogar die Trance verbes­sern.
    1. Zum Beispiel gehen auch Sugges­tionen ohne tradi­tio­nelle Induktion (siehe auch James Tripp – Hypnosis without Trance)
    2. “Warum machst du [Hypnose/ …/ …]” als Frage. Das gibt einen guten Einblick in die Gedan­ken­welt der anderen Person. Und bei Hypnose ist das, meiner Meinung nach, mit einer der wich­tigsten Sachen. Wenn ich nicht weiß, wie die andere Person tickt, wird es mir schwer­fallen, die passenden Worte für die Hypnose zu wählen.
    3. Der “Pre-Talk” für Hypnose Neulinge ist unver­zichtbar. Hypnose lebt von der Erwartung der zu hypno­ti­sie­renden Person. Wenn diese nicht weiß, was passieren wird, wie etwas wirken wird, werden die Ergeb­nisse vermut­lich abwei­chend sein. Eine Ansicht, die ich spannend finde, aber noch für mich selbst weiter testen werde
    4. “Ich hatte das Gefühl, ich hätte mich wehren können”. Das ist ein Satz, den man als hypno­ti­sie­rende Person wohl sehr oft hört. Hier hatHypno Hedonista – Trixeine super Antwort geliefert mit “Hervor­ra­gend, das ist eine super subject agency” (Subject Agency = Dass ein Hypnose Sub sich gegen unge­wollte Sugges­tionen wehren kann)
    5. “Die Aufmerk­sam­keit von außen nach innen führen”. Natürlich war mir das schon bewusst, dass das für Hypnose wichtig ist; das aber nochmal so auf den Punkt gebracht zu bekommen war durchaus hilfreich für mich als Erin­ne­rung.
    6. “Alles kann für alles andere relevant sein. Man muss es nur so gestalten”. Damit war der Gedanken, dass man mit Begrün­dungen in Hypnose weitere Sugges­tionen verstärken kann. Diese müssen aber eben nicht zwingend eine echte Relevanz haben. Als Beispiel funk­tio­niert der Satz “Und je mehr du dich auf meine Stimme konzen­trieren kannst, desto mehr kannst du in Trance gehen” sehr gut, obwohl beides nicht im direkten Zusam­men­hang steht. Da wir den Zusam­men­hang “erschaffen” klappt es aber eben doch.
    7. “Es gibt nicht den einen Weg”. Hypnose ist etwas sehr Flexibles. Das bedeutet aber auch, dass eine Methode die bei Person A super funk­tio­niert, nicht bei Person B funk­tio­nieren muss. Und so kann auch eine Technik, die mit Hypno­ti­seur A funk­tio­niert, total unsinnig sein, wenn ich diese nach­zu­stellen versuche. Hier gilt es, meinen eigenen Weg zu finden.

Alles in allem hat mir der Workshop einige coole Gedan­ken­an­re­gungen gegeben, über die ich noch ein wenig nachdenke, ob und wie ich die in meine Hypnosen inte­grieren werde.

Hypnotik Bondage, Freeze Play & Body Control (Undine) – 13:00

Der Workshop von Undine war wunderbar. Wie alle anderen Workshopleiter:innen hat sie ihren eigenen, wie ich finde, sehr eleganten Weg mit Hypnose. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich auf dem Programm gesehen habe, dass Sie einen Hypno-Bondage Workshop anbietet. Ich bin selber auch Bondage inter­es­siert, wenn ich das auch mit Hypnose erreichen kann, ist das natürlich eine tolle Erwei­te­rung.

Als Induktion hat sie eine Induktion durch physi­sches Führen vorge­schlagen. Zum Start kann die zu hypno­ti­sie­rende Person unter die Dusche geschickt werden. Wenn diese dort fertig ist, muss Sie warten, bis Sie dort abgeholt wird. Noch im Bade­zimmer wird diese dann mit Fuß- und Hand­fes­seln gefesselt, bekommt eine Augen­binde und wird in den eigent­li­chen Hypnose-Raum geführt. Dort wird dann ein Arm angehoben und “fallen gelassen”. Fällt der Arm wirklich, wird die Person zu einer “Stoff­puppe“ hypno­ti­siert. Bleibt der Arm in der Luft stehen, wird die Person zu einer Mannequin-Puppe hypno­ti­siert. Span­nender Ansatz, den ich direkt in der ersten Woche nach der HYDE sehr erfolg­reich getestet habe. Eine Person, die vorher Probleme hatte, in Hypnose zu gehen, ist auf diesem Weg einwand­frei in die Trance gefallen.

Es gab noch ein paar weitere Tipps von Undine, aber dafür empfehle ich, ihre Webseite auf neue Workshops zu prüfen. Diese sind im jeden Fall empfeh­lens­wert.

Fear Play via Storytelling (JeanRouge / Dancer) – 14:00

Fear Play (Das Spiel mit der Angst) ist nicht wirklich mein Thema. Trotzdem war ich gespannt, was die beiden zu erzählen haben. Es war spannend, das alles mal gehört zu haben, aber nach wie vor ist die Richtung der beiden nicht die meine. Dennoch würde ich meine Empfeh­lung ausspre­chen, für alle, die das Thema inter­es­siert. Für mich war dabei der beste Teil, die “soft fear”-Hypnose, welche uns in die Fänge eines bösen CEO gebracht hat. Wenn die beiden nächstes Mal wieder einen Fear Play Workshop geben, werde ich diesen wieder besuchen. Die ein oder andere “gemeine” Idee wird nämlich doch in meinen Hypnose-Alltag mitge­nommen werden 😀.

Massage & Hypnosis (Andreveos) – 16:00

Der Workshop mit Andreveos hat sich leider nicht in die Richtung bewegt, die ich gehofft hatte. Mein Wunsch war, Ideen und Anre­gungen zu bekommen, wie ich mit Hypnose die Massage modi­fi­zieren kann. Ich bin immer gespannt, was andere dabei machen.

ABER, der Workshop war trotzdem klasse. Andreveos hat nämlich erst erklärt, wie man eine grund­le­gende Massage gut hinbe­kommt, mit Übung an den anderen Workshop-Teil­neh­mern, und dann, wie man diese Massage nutzen kann, um jemanden in Hypnose zu bringen.

Tatsäch­lich habe ich Teile davon in einem anderen Kontext schon genutzt und bin daher inzwi­schen doppelt froh dabei gewesen zu sein.

Hypnotic Chastity Play (Undine) – 17:00

Hypno­ti­sche Keusch­heit. Ein Thema, das viele bewegt. Gerade, weil ich ja auch Kinky Hypnose Files anbiete, hat mich das Thema sofort angelockt. Dass der Workshop dann auch noch von Undine gehalten wird, war dann umso besser für mich; weiß ich doch, dass das genau ihr Thema ist.

Schöne Ideen von Undine sind unter anderem, dass man nicht nur den Orgasmus verhin­dern kann, sondern auch zeit­gleich die Erregung steigern kann. (Ähnlich meiner Hypnose File Drohnen Wartung) Aber eben auch, dass es wichtig ist zu wissen, warum das jemand erfahren möchte. Die Moti­va­tion ist eben der größte Helfer, den wir uns bei dieser Hypnose holen können.

Wobei Keusch­heit nicht bedeutet, dass gar nichts mehr geht. Es kann ja auch sein, dass das Geschlechts­teil kurz vor dem Orgasmus alle Empfin­dungen verliert und daher kein Orgasmus klappt. Oder dass die Hand genau da festklebt, wo Sie gerade ist, kurz bevor es passiert und auch so kein Orgasmus zustande kommt. Undine hat verschie­dene Hypnose-Convincer ange­spro­chen, mit denen man ableiten kann, welche Heran­ge­hens­weise bei der jewei­ligen Person funk­tio­nieren wird.

Alles in allem habe ich mir sehr viele Notizen gemacht, ein paar fiese Ideen bekommen und freue mich auf die nächsten Kandidaten:innen, welche das erfahren möchten. 😈

Tryout Corner 22:00

Da ich gerne Tryout Corners veran­stalte, gab es an beiden Abenden eine kleine Tryout Corner von mir. Hier habe ich meine Impact-Play Toys zur Verfügung gestellt, was aller­dings wenig Interesse weckte. Einer­seits weil die meisten selbst geübt waren, oder eben lieber andere Dinge machen wollten. Mein Tryout mit meinem Neon Wand hingegen, war sehr beliebt. Ein paar, die sehr vorsichtig probiert haben, als auch ein paar Menschen, welche den Neon Wand gerne an seine Leis­tungs­grenze bringen wollten. Für mich, eine sehr gelungene Tryout Corner 😊

Samstag

Sensory play with hypnosis (Tuli) – 09:00

Bei diesem Workshop wusste ich im Voraus gar nicht so recht, was mich erwarten würde. Da ich aber schon im normalen Kink Bereich sehr begeis­tert für “Sensory Play” war, war dieser Workshop ein No-Brainer für mich. Den musste ich mir einfach anhören.

Es gab ein paar sehr, sehr coole Ideen. Zum Beispiel einen Duft als Induktion-Trigger zu verwenden, war bisher gar nicht auf meinem Schirm. Das Ganze dann auf ein Tuch aufge­tragen und ähnlich wie Chlo­ro­form zu nutzen war dann schon sehr geil.

Auch die Idee, einen Arm auf Schmerzen und den anderen Arm auf Lust zu hypno­ti­sieren, sodass der Druck auf den jewei­ligen Arm das entspre­chende auslöst, war genial. Zu hören, dass es auch eine Person gab, die mit sehr viel Druck auf den Lustarm zum Orgasmus gekommen ist, war dann der Zeitpunkt, als diese Hypnose-Idee auf meine To-do-Liste gekommen ist.

Auf diese Art haben sich noch ein paar weitere Ideen auf meinen Notiz­zettel verirrt und werden, sobald die passenden Personen gefunden sind, nach und nach auspro­biert. Hier sitzt dann immer ein kleines grin­sendes Teufel­chen auf meiner Schulter 😈 Es gibt einfach so viele tolle Sachen zum Auspro­bieren. 😀

Easy interactive hypnosis (DrMolotov) – 10:00

Ein weiterer Workshop, bei dem ich nicht so wirklich wusste, worauf ich mich einlasse. Aber das muss ja nichts heißen. Im Nach­hinein habe ich es für mich mit “Gesprächs­hyp­nose” zusam­men­ge­fasst. Auch wenn es dem Ganzen von DrMolotov nicht gerecht wird.

In diesem Workshop gab es viele Ideen, wie Fragen gestellt werden können (Thema “Clean Language”), um an die Gedan­ken­welt der anderen Person zu kommen. Fragen, mit denen man von “die Hand lässt sich frei bewegen” zu “die Hand klebt fest, wo diese gerade ist” kommt, ohne dabei eine typische Induktion zu verwenden.

Für mich waren ein paar der Fragen (”Wie ist das für dich”/”Welche Art von xy Gefühl ist das”) besonders spannend, da diese auch für Persön­lich­keits­ent­wick­lung im Rahmen von Hypnose sehr hilfreich sein könnten. Ich bin gespannt, wie effektiv ich das nutzen kann und werde in das Thema noch tiefer einsteigen. Hier geht ein weiterer Dank an DrMolotov, der einige gute Ressourcen dazu empfohlen hat.

Edging Hypnosis (MrSnake) 13:00

Der Edging Workshop mit MrSnake hat dann damit ange­fangen, dass er uns hat warten lassen. Sozusagen ein wenig Edgen, bevor es losgeht. 😀

Und auch in diesem Workshop gab es einige sehr coole und fiese 😈 Ideen, die es umzu­setzen gilt. Unter anderem, dass das Gefühl vom Edgen, an das Wort “Edgen” gekoppelt wird. Und jedes Mal wenn der Hypnotist dann über “Edgen” spricht, fühlt der Hypnotee, wie er gerade Edget. Ein sehr feines Spielchen.

Auch die Idee, einen 20-seitigen Würfel zu nutzen, um zu entscheiden, wie oft die Person Edgen muss, ist ein span­nender Ansatz. Darf das Sub nach wenigen Malen aufhören oder werden es am Ende die vollen 20 Runden? Und vor allem, wie hoch ist die Wahr­schein­lich­keit, dass das Sub danach auch kommen darf. 😈

Insgesamt ein toller Workshop, viele schöne und fiese Ideen, gute Tipps für Aftercare und das Ganze in einer für mich sehr ange­nehmen Art vorge­tragen. In kurz, ich war -mal wieder- happy.

Resistance is Futile! (Resistance Play for Tops) (Dancer) – 15:00

Der Workshop Resis­tance is Futile (Wider­stand ist zwecklos) war wieder mit Dancer. Dafür, dass er erst “so kurz” (aktuell wohl rund 2 Jahre) Hypnose aktiv betreibt, ist er echt mega aktiv und hat viel zu erzählen.

Mir war am Anfang nicht ganz klar, in welche Richtung der Workshop gehen würde. Die Richtung, Hypnose wie einen Playfight (Spie­le­ri­scher Kampf) zu betreiben, war dann aber genau richtig. Ein Punkt, der für mich besonders wichtig war: “Definiert am Anfang, was für euch Gewinnen/Verlieren bedeutet”. Ich denke, dass das Ultra wichtig ist. Es können ja auch schon kleine Schritte als Sieg/Niederlage gedeutet werden. Und je spie­le­ri­scher das Ganze abläuft, desto ange­nehmer kann es werden.

Ein paar der Anre­gungen, die er gegeben hat, waren die folgenden:

  • Nutze das, was die Person tut, gegen Sie
    • Du lehnst dich gerade nach vorne, das bedeutet, du möchtest, dass du in Hypnose gehst
  • Nutze den Wider­stand gegen die Person
    • Du schaust in meine Augen, ist das nicht gefähr­lich, bedeutet das nicht, dass du gleich in Hypnose gehen wirst
    • Du schaust NICHT in meine Augen, ist das nicht gefähr­lich, bedeutet das nicht, dass du gleich in Hypnose gehen wirst
  • Wenn die Person sich zu gut wehrt, kann auch das genutzt werden
    • Du wehrst dich so gut, wäre es nicht schade, wenn du damit eine tolle Trance verpassen würdest …
    • Du wehrst dich so gut, das ist sehr brav von dir, genau das will ich, ich will genießen, wie du dich anstrengst …

Alles in allem, sehr viel Spaß. Gerade, weil wir nach dem ersten Teil des Workshops zu den Hypnotees gegangen sind. Diese hatten den “gegen­tei­ligen” Workshop, wie man sich wehrt, bekommen. Und jetzt ging es darum, das gelernte anzu­wenden 😈😁

Meine Hypnose Person hat sich tatsäch­lich sehr gut gewehrt, da ich aber noch Themen von Undines Freeze Play Workshop im Kopf hatte, habe ich zusätz­lich Berüh­rungen zur Induktion genutzt, was für meine Hypnose Person bedeutet hat, dass Sie den Kampf verloren, aber eine schöne Trance gewonnen hat. 😊

Rapid Inductions (Undine) – 17:00

Der Rapid Induc­tions (Schnelle Induktion) Workshop von Undine stand hoch auf meiner Wunsch­liste. Ich ging zwar schon im Voraus davon aus, dass ich keine neuen Induk­tionen lernen würde, gerade weil ich das Thema selber spannend finde, habe aber auf ein paar kleine Info-Gold-Nuggets gehofft, und wurde belohnt.

Neben den Übungen, die mir sehr viel Spaß gemacht haben, kamen noch ein paar neue Anre­gungen dazu. Zum Beispiel statt dem üblichen Wort “Schlaf” bei der Rapid Induction auch mal alter­na­tiven wie “Relax” oder “Drift” zu benutzen. Leider nicht ganz so gut im Deutschen zu verwenden, aber der Hinweis, dass jedes vorher ange­kün­digte Wort funk­tio­niert so lange es nur passend geframt wurde und kurz ist, war ein guter Tipp.

Auch der Tipp, dass manchmal eine Rapid Induction nicht direkt funk­tio­niert, und man diese einfach ein paar mal wieder­holen kann und es die Person dann immer einfacher in die Trance schickt, fand ich gut. Klar hätte ich es mir mit “Frak­tio­nieren der Hypnose” schon erklären können, aber dran gedacht hatte ich bisher halt noch nicht. Da ich genau das Problem schon ein paar mal hatte, dass eine Rapid Induction nicht direkt funk­tio­niert hat, ist das ein Tipp, den ich beim nächsten Mal testen werde.

Und zu guter Letzt, der Hinweis, dass man auch das Kichern von Menschen nutzen kann, war gut. Gerade am Anfang meiner Hypnose Zeit hatte mich das noch gestört, inzwi­schen ist das alles einfach machbar. Trotzdem habe ich mich gefreut zu hören, dass ich nicht der Einzige bin, der auf die Heraus­for­de­rung gestoßen ist. Zudem mag ich den Ansatz von Undine. Im konkreten Fall hat Sie es als Deepener “Und mit jedem Kichern gehst du tiefer und tiefer..” genutzt.

Unconference Planning

Als letzten Teil vor dem Abend­essen gab es dann das Uncon­fe­rence Planning. Für mich spannend gewesen, da das mein erstes Mal war 😀. Effektiv wurde einfach vorge­schlagen, wer welche Workshops am Sonntag anbieten würde, oder welche Wünsche für Workshops vorhanden sind.

Bei Wunschwork­shops wurde noch geklärt, ob jemand das hosten würde. Anschlie­ßend eine Abstim­mung, wer an welchen Workshops teil­nehmen möchte. Im Anschluss war Unicado dann so freund­lich und hat daraus den Tagesplan für Sonntag erstellt. Auf die Art gab es nochmal ein paar weitere Workshops und auch die Chance, einen verpassten Workshop (Tentakle Workshop) nach­zu­holen.

Tryout Corner 21:00

Auch am Samstag habe ich meine Tryout Corner zur Verfügung gestellt. Da aller­dings die meisten Inter­es­sierten schon am Freitag geschaut hatten, habe ich haupt­säch­lich ein paar glit­zernde Tränke verteilt. Zudem hatte ich das Glück, dass English­Harry mich hypno­ti­siert hat. Das erste Mal, dass ich unter Hypnose meinen Namen nicht ausspre­chen konnte. Auch sehr cool, mal wieder auf der anderen Seite der Trance zu sein. ♥️

Sonntag

Tentakle Workshop (Vassago) – 11:00

Zwar sind Tentakeln nicht mein Kink, aber wenn ein befreun­deter Hypnotist einen Workshop hält, kann ich einfach nicht nein sagen. Zudem weiß man ja nie, ob man nicht einen neuen Kink entdeckt, der bisher einfach nur noch nicht getrig­gert war 😀. Vassago hat in dem Workshop viele verschie­denen Tentakel vorge­stellt, unter anderem welche, die den Körper, die Seele durch­dringen. Besonders faszi­niert hat mich aller­dings der Neuro-Tentakel, welcher durch die Wirbel­säule in das Hirn des Hypnotees vordringt und diesen dann von dort steuert und fühlen lässt, was immer gerade ange­messen ist. ”Leider” 😈 ist das Eindringen des Tentakels etwas schmerz­haft, da freut man sich dann doch, der hypno­ti­sie­rende Part der Hypnose zu sein 😈.

Auch hier habe ich ein paar Ideen mitge­nommen, welche ich in der nächsten Zeit auspro­bieren werde.

Ask a (hypno) Sex Worker (Undine)

Der letzte “Workshop” an dem ich teil­ge­nommen habe, war der “Frage eine Sexar­bei­terin” von Undine. Da ich schon ein paar ihrer Gespräche zu dem Thema angehört habe, gab es hier keine wirklich neuen Details für mich. Trotzdem finde ich es spannend, wenn Sie wieder aus dem Nähkäst­chen plaudert. Gerade, weil sie so eine wunderbar entspannte Art dabei hat.

Goodbye & Auf Wiedersehen

Zu guter Letzt gab es dann noch die große Abschieds­runde. Viele Umar­mungen von vielen tollen Menschen, die ich kennen­lernen durfte. So vieles, was in den Tagen passiert ist und so viel, was ich gehört, gelernt und erlebt habe. Für mich ganz klar, wenn die nächste HYDE statt­findet, werde ich mein Bestes geben, auch dort zu sein.

Ein beson­derer Dank an Unicado, welche das Event erst möglich gemacht hat. ♥️😊

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