Kinky- und erotische Hypnose ist ein faszinierender Bereich. Es gibt so viele Möglichkeiten, so viel zu probieren, und eine fantastische Community. Gleichzeitig ist Hypnose ein Bereich, in dem Vertrauen, Kommunikation und Grenzen besonders wichtig sind.
Deshalb lohnt es sich, typische Red Flags (Warnsignale) zu erkennen. Es geht nicht darum, dass du ständig misstrauisch sein sollst, sondern darum, dass du bewusster entscheiden kannst, mit wem sich Hypnose sicher anfühlt und wo du vielleicht lieber Abstand nehmen solltest.
Daher geht es in diesem Beitrag um Red Flags auf beiden Seiten des Pendels, bei Hypnotiseur:innen und bei Hypnotisand:innen.
Diese Liste ist nicht vollständig. Es gibt immer Situationen, die nicht sauber in eine Checkliste passen. Deshalb bleibt dein Bauchgefühl wichtig. Fühlt sich eine Situation stimmig für dich an oder nicht? Wenn nicht, hat das oftmals seine Gründe, auch wenn du noch nicht klar benennen kannst, warum. In dem Fall sprich idealerweise mit jemandem darüber, bevor du dich in eine missbräuchliche oder gefährliche Lage begibst.
Mir ist aber auch wichtig zu betonen, dass die hier aufgezählten Warnsignale nicht automatisch bedeuten, dass eine Person toxisch oder gefährlich ist. Es sind lediglich Hinweise, die dich hellhörig werden lassen sollten. Vielleicht verhält sich die Person auch nur so, weil sie unerfahren, oder schüchtern ist oder andersweitige Gründe hat. Hier kann es helfen, mit der Person zu sprechen und ihre Beweggründe herauszufinden. Doch in jedem Fall, lieber einmal öfter Nein sagen, als dich in eine ungünstige Situation zu begeben.
Der Vorteil, wenn du dich in einer Hypnose-Community mit regem Austausch bewegst, ist, dass du bei anderen nachfragen stellen kannst. Oftmals ist in der Community bekannt, wer eher ein:e sichere:r Spielpartner:in ist und wer nicht. Frag hier bei erfahreneren Mitgliedern nach, ob sie dir helfen können, eine Situation einzuschätzen. Das geht auch ganz ohne einen Namen der potenziell gefährlichen Person zu nennen.
Nach alldem sei aber gesagt, mit ein wenig aufpassen und auf dein Bauchgefühl hören, ist die Community in der Regel ein sehr angenehmer Ort. Lass dich also von diesem Artikel, der sich bewusst auf die negativen Punkte fokussiert, nicht davon abschrecken, Hypnose zu betreiben.
Ein eigenes großes Thema ist Konsens. Bei einem Spiel mit anderen Menschen ist auch informierter Konsens (Stichwort: „F.R.I.E.S.“) wichtig, ist aber nicht der Fokus dieses Postings. Wenn dir das Thema noch unbekannt ist, möchtest du dich ggf. auch dazu ein wenig informieren. (Ein erster Einstiet ist mein Blogpost BDSM Philosopien, demnächst gibt es aber einen neuen Post nur zu F.R.I.E.S.)
Was ist überhaupt eine Red Flag?
Eine Red Flag ist erst einmal kein endgültiges Urteil, sondern nur ein Warnsignal. Etwas, das dich kurz innehalten lassen sollte. Manchmal steckt dahinter Unerfahrenheit, Schüchternheit oder schlechte Kommunikation, aber eben nicht immer. Der entscheidende Punkt ist deshalb nicht: „Diese Person zeigt eine Red Flag, also ist sie gefährlich.“ Der entscheidende Punkt ist: „Hier sollte ich genauer hinschauen, nachfragen und im Zweifel Abstand nehmen.“
Red Flags bei Hypnotiseur:innen
Fangen wir mit den Red Flags bei Hypnotiseur:innen an. Hier ist aus meiner Sicht besondere Vorsicht geboten, da diese dich innerhalb von Sessions anfangen könnten, dich zu manipulieren und so langsam deine Grenzen aufzuweichen.
Wenn du das Gefühl hast, an eine ausnutzende oder gezielt grenzüberschreitende Person geraten zu sein, sprich mit jemandem darüber. Wenn du dir unsicher bist oder dich vor einer Session unwohl fühlst. Mach die Session nicht, bzw. brich die Session ab, wenn du schon dabei bist. Erst wenn du dich sicher und wohlfühlst, mit der Person, die dich hypnotisiert, kannst du dich in die Hypnose fallen lassen. Und erst wenn du dich in der Hypnose fallen lassen kannst, kann diese wirklich gut werden.
Jetzt aber etwas spezifischer, worauf du achten kannst.
Sucht gezielt verletzliche oder unerfahrene Personen
Eine Vorliebe für bestimmte Dynamiken oder Menschentypen ist nicht automatisch problematisch. Schwierig wird es, wenn Hypnotiseur:innen auffällig gezielt Menschen ansprechen, die unerfahren, einsam, frisch getrennt, sehr unsicher oder besonders abhängig von Bestätigung wirken. Ein typisches Muster kann sein, sich sehr schnell als besonders verständnisvoll, rettend oder „anders als alle anderen“ darzustellen. Manchmal werden dabei auch Geschichten über angeblich „verrückte“, „bedürftige“ oder „undankbare“ frühere Partner:innen erzählt.
Wenn jemand sehr früh versucht, emotional viel Nähe aufzubauen, während gleichzeitig wenig Raum für deine Grenzen, Fragen oder dein Tempo bleibt, solltest du aufmerksam werden.
Begrenzte Teilnahme
Gerade wenn Hypnotiseur:innen sich auf Servern oder Foren (zum Beispiel Discord/Reddit) nur bei „Hypnose Request“ und „ask to DM“ auftauchen. Diese wollen sich nicht an der Community beteiligen, sondern suchen einfach nur nach dem nächsten Opfer. Aber Vorsicht, es kann auch sein, dass du hier auf jemanden gestoßen bist, der sehr schüchtern auf öffentlichen Servern ist und lieber nur Einzelkontakte aufbaut. Hier ist entscheidend, wie die Person in einem direkten Gespräch reagiert. (Siehe die anderen Red Flags.) Für sich alleine ist dieser Punkt nur ein Hinweis, und noch keine große Red Flag.
Wird schnell wütend
Manche Hypnotiseur:innen werden schnell wütend, einfach weil man deren Vorgehensweise oder Spielregeln hinterfragt. Wenn das Gefühl aufkommt, dass deine Frage „Warum oder wieso die Person etwas so und so macht?“ schon Spannungen erzeugt, kann das ein Warnsignal sein. Nicht, weil jede gereizte Reaktion automatisch gefährlich ist, sondern weil du in einer sicheren Hypnose-Dynamik Fragen stellen dürfen solltest. Hast du jedoch das Gefühl, es soll etwas versteckt werden, von Unsicherheiten bis hin zu versteckten Motiven ist alles dabei, ist das eher problematisch. Auch werden manche Hypnotiseur:innen wütend, wenn man nicht immer für diese verfügbar ist. Das kann ein Zeichen für eine einseitige Dynamik sein, die oft sehr ungesund ist.
In dem Bereich fällt auch, wenn auf „kritisches Feedback“, schlecht oder gar nicht reagiert wird. Kritik sollte immer erlaubt und besprochen werden. Es kann immer passieren, dass mal etwas nicht passt, aber dann muss man danach auch darüber sprechen können.
Verlangt Unterwerfung
Viele Red-Flag-Hypnotiseur:innen setzen fälschlicherweise Hypno-Bottom-Sein mit Unterwürfigkeit gleich. Für diese ist nicht verständlich, dass jemand ein Hypnose-Bottom sein könnte, aber nicht submissiv ist. Wenn dann auch noch darauf abgezielt wird, dass du dich unterwirfst und gehorchst, ohne jemals eine D/S-Dynamik (Dominanz/Submission-Dynamik) ausgehandelt zu haben, ist die Red Flag sehr deutlich.
Hypnotisiert zu werden, bedeutet nicht automatisch, submissiv zu sein. Viele Menschen genießen Hypnose, ohne eine D/s-Dynamik zu wollen.
Schlechtes Konsensgespräch
Hypnotiseur:innen, die keinen Konsens/Vorgespräch führen, sollten gemieden werden. Selbst bei CNC ist ein gewisses Vorgespräch erforderlich. Ein:e verantwortungsbewusste:r Hypnotiseur:in sollte durchgängig auf Konsens achten, insbesondere auch während der Trance. Und ohne Vorgespräch, ohne die Grenzen zu kennen, ist das nicht möglich. Zudem sollten Hypnotiseur:innen niemals versuchen, Grenzen während der Trance zu verschieben. Ähnlich wie im Subspace bei B.D.S.M. ist die Objektivität des Hypnose-Bottoms beeinträchtigt. Daher, vorher klären, was okay ist und was nicht. Lieber zehn Sachen abklären und nur zwei davon machen, als nur zwei abklären und dann Grenzen überschreiten wollen.
Nur Hypnose Gespräche
Wenn es im Vorgespräch nur um die Hypnose geht und deine Wünsche/Grenzen/Bedenken keinen Platz haben. Selbst in einer „Casual Hypnose-Session“ sollten Hypnotiseur:innen wissen, worauf sie bei dir achten sollten. Das geht in den Bereich von Konsensgespräch, ist aber noch etwas spezifischer. Vielleicht ist der/die Hypnotisand:in mit einer Traumreise am Strand ja prinzipiell okay, hat aber heute einfach mehr Lust auf eine Wellness-Hypnose in einem Wellness-Tempel.
Versuchen dich zu Isolieren
Ein besonders toxisches Warnsignal ist, wenn Hypnotiseur:innen darauf bestehen, dass du den Kontakt zu anderen Hypnotiseur:innen oder sogar zu anderen Hypno-Bottoms oder Teilen der Community abbrichst. Das soll Hypnotisand:innen oftmals davon abhalten, herauszufinden, was normal beziehungsweise okay ist. Es ist okay, sich Exklusivität in der Dynamik zu wünschen, dich isolieren zu wollen nicht. (Das gilt nicht nur für Hypnose, sondern allgemein für Beziehungen aller Art. Wer dich isoliert, ist problematisch.)
Schnelle Jagd
Es gibt weitaus mehr Hypnose-Bottoms als Hypnotiseur:innen. Wenn eine:r Hypnotiseur:in dich schnell und drängend umwirbt, solltest du dich fragen, warum die Person das macht. Es gibt Personen, welche mit Hypnotisand:innen Hypnose betreiben wollen, bevor diese erfahren, wie sie von der Community wahrgenommen (und gemieden) werden. Für Hypnotisand:innen hier der Tipp: Lasst euch Zeit vor der ersten Session. Wenn ihr gedrängt werdet, ist auch das ein Anzeichen, dass hier etwas im Argen ist.
Aftercare fehlt
Wenn Hypnotiseur:innen im Vorgespräch, das Thema Aftercare vernachlässigen, bzw. nach einer Session keine Aftercare geben (wollen). Das kann je nach Thema okay sein (Beispiel Wellness-Hypnose), oder aber auch nicht (Beispiel Folter-Hypnose). Manchmal stellt sich nach einer Session heraus, dass kaum Aftercare gebraucht wird. Das ist völlig okay. Problematisch ist aber, wenn bei intensiven Themen von Anfang an kein Raum für Aftercare vorgesehen ist.
Hier gilt dasselbe Prinzip wie beim Gurt im Auto. Lieber haben (angeschnallt sein) und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben.
Red Flags Hypnotisand:innen
Red Flags gibt es nicht nur bei Hypnotiseur:innen. Auch Hypnotisand:innen können Dynamiken mitbringen, die für eine Session schwierig, unausgewogen oder unsicher werden.
Es geht nicht darum, Hypnotisand:innen Schuld zuzuschieben oder Bedürfnisse abzuwerten. Bedürfnisse, Unsicherheit und starke Wünsche sind nicht automatisch problematisch. Problematisch wird es, wenn keine Kommunikation, keine Selbstverantwortung oder kein Raum für die Grenzen der hypnotisierenden Person vorhanden ist.
Das erste Anzeichen sollte hier immer dein Bauchgefühl sein. Wenn du dir unsicher bist oder dich vor einer Session unwohl fühlst, mach die Session nicht. Denn erst wenn du dir sicher bist, dass für dich alles passt, kann es auch eine gute Session werden. Manchmal braucht es einfach ein wenig mehr Gespräch. Vielleicht möchtest du nicht das Gefühl haben, ein „Kink-Dispenser“ (Wunscherfüller im Kinky-Kontext) zu sein. Egal was es ist, auch als Top-Person in einer Hypnose ist wichtig, dass die Session sich für dich stimmig anfühlt.
„Needy“ auf Hypnose, egal mit wem
Es gibt Hypnotisand:innen, die jede Hypnose nehmen, die sie bekommen können, egal von wem. Dabei sind diese oftmals weniger kritisch, mit wem sie die Hypnose-Session machen. Das wird oftmals dann zu einem Problem, wenn du nicht immer zur Verfügung stehst, wenn diesen nach einer Hypnose ist, oder wenn es nicht ihren Vorstellungen entspricht. Vielleicht einfach nur, weil du einen anderen Stil hast, als diese es mögen.
Hier kann sehr schnell ein Druck entstehen, der den Spaß an Hypnose zerstört. Deswegen überleg dir gut, ob du mit so jemandem Hypnose machen möchtest.
Begrenzte Teilnahme & extreme Fantasien
Manche Hypnotisand:innen tauchen in Communitys nur mit extremen Hypnose-Anfragen auf. Oft mit sich wiederholenden Beiträgen nach „vollständiger Gehirnwäsche“, „egal was“, „Willenloses Objekt werden“ oder Ähnlichem. Solche Fantasien sind nicht automatisch falsch. Sie können konsensuell, spielerisch und sehr reizvoll sein. Eine Red Flag entsteht eher dann, wenn es keine Abstufung, keine Kommunikation und kein Interesse an der Person gibt, die hypnotisiert.
Wenn die Topics für beide Seiten okay sind, sehr geil, go for it. Solltest du allerdings das Gefühl haben, nur ein Kink-Dispenser zu sein, ohne dass deine Wünsche, was du in Hypnose machen möchtest, beachtet werden, kann auch das deinen Spaß an Hypnose schnell kaputtmachen.
Keine Limits
Mein persönlich schlimmstes Red Flag, was aber leider auch sehr häufig vorkommt, ist die Aussage: „Ich habe keine Limits.“ Bei B.D.S.M.-Vorgesprächen bringe ich dann den, bewusst absurden, Einwurf: „Cool, dann kann ich dir ein Bein amputieren?“ Nicht, dass ich das möchte. Das macht den meisten aber klar, dass sie eben doch Limits haben.
Es ist überhaupt kein Problem, wenn man seine Limits nicht kennt und das kommuniziert. Aber keine Grenzen zu setzen, erzeugt für mich Konsensprobleme. Wenn keine Grenzen genannt werden, ist es viel zu einfach, dass versehentlich Grenzen überschritten werden. Das will keine der beiden Seiten. (Im Normalfall.)
Verlangen Dominanz
Ähnliches Problem wie bei „Keine Limits“. Es gibt Hypnotisand:innen, welche in der Hypnose eine D/s-Dynamik haben wollen. Und das ist erst einmal absolut okay. Manche interessiert es dabei jedoch nicht, dass nicht alle Hypnotiseur:innen dies wünschen. Manche wollen einfach nur eine Hypnose auf Augenhöhe machen, ohne eine Macht-Dynamik dabei zu haben. Wenn dann von den Hypnotisand:innen trotzdem zu D/s gedrängt wird, kann das sehr schnell für schlechte Gefühle auf der Top-Seite sorgen und auch wieder den Spaß an Hypnosen verderben. Oder die Top-Person geht über ihre Grenzen, macht eine Hypnose mit D/s-Dynamik und fühlt sich dann nicht wohl dabei. Auch hier wieder: Ein gutes Vorgespräch und das Abstandnehmen von manchen Hypnosen hilft.
Nur Hypnose Gespräche
Wenn es im Vorgespräch nur um die Wünsche des Hypnose-Bottoms geht und deine Wünsche/Grenzen/Bedenken keinen Platz haben. Selbst in einer „Casual-Hypnose-Session“ sollten Hypnotisand:innen wissen, was für Limits oder Bedenken die hypnotisierende Person hat. Am Ende soll die Session beiden Spaß machen und sich eine Seite nicht nur als dienstleistende Person gefühlt haben.
Unerhrlichkeit
Manche Hypnotisand:innen verschweigen medizinische oder psychische Erkrankungen, welche die Hypnosen beeinträchtigen können. Natürlich muss keine komplette medizinische oder psychische Geschichte offengelegt werden. Aber Informationen, die eine Hypnose konkret beeinflussen können, sollten im Vorgespräch genannt werden.
Dazu können zum Beispiel bestimmte Trigger, Panikreaktionen, Dissoziation, Epilepsie, starke psychische Instabilität, Medikamente oder Erfahrungen gehören, die bei Trance, Kontrollverlust oder bestimmten Fantasien relevant werden könnten.
Das ist ein Problem, weil dadurch der hypnotisierenden Person keine informierte Einwilligung zu der Session gegeben werden. Für manche Menschen ist eine spezifische Einschränkung sehr einfach zu händeln, für eine andere Person allerdings zu schwierig. Hypnotiseur:innen müssen wissen, welche Risiken sie bei der Hypnose eingehen. Nur dann wissen diese, ob oder worauf sie bei der Hypnose achten müssen.
Erst wenn die hypnotisierende Person weiß, worauf sie sich einlässt, ob sie damit umgehen kann und will, kann eine echte Zustimmung erfolgen. Zudem können Hypnosen dann entsprechend angepasst werden, was es für beide Seiten oftmals besser und sicherer werden lässt.
Schuldzuweisungen
Wenn nach einer Session etwas nicht gut war, sollte das ernst genommen werden. Kritik, Unwohlsein oder eine schlechte Erfahrung sind nicht automatisch „Schuldzuweisung“. Eine Red Flag entsteht eher dann, wenn grundsätzlich jede Verantwortung bei der hypnotisierenden Person gesucht wird, auch dann, wenn vorher Informationen verschwiegen, Grenzen nicht kommuniziert oder Absprachen ignoriert wurden.
Zusätzlich gibt es im Bereich der Hypnose die sogenannte „Subject-Agency“. Diese beschreibt die Fähigkeit einer Person, unpassende Suggestionen anzupassen oder ganz abzulehnen. Nicht jede:r Hypnotisand:in hat diese Fähigkeit von Anfang an, was auch okay ist. Wenn diese sich allerdings weigern, an ihrer Subject-Agency zu arbeiten, oder unrealistische Erwartungen an Hypnotiseur:innen haben, worauf diese alles zu achten haben, können dadurch Probleme entstehen.
Wenn bei Problemen die alleinige Schuld bei der hypnotisierenden Person gesucht wird, unabhängig davon, ob diese verantwortlich ist oder nicht. Hypnose passiert gemeinsam und beide Seiten müssen ihren Teil der Verantwortung dafür tragen.
Aftercare fehlt
Leider passiert es auch vereinzelt, dass Hypnotisand:innen nach der Session die Aftercare verweigern. Nicht nur die Bottom-Person kann Aftercare brauchen, auch die Top-Person braucht unter Umständen ein wenig Aftercare. Gerade bei extremeren Sessions kann es sich gut anfühlen, bestätigt zu bekommen, dass es okay war, was passiert ist, dass man die Hypnose genossen hat und dergleichen. Idealerweise wurde auch das im Vorgespräch geklärt.
Fazit
Red Flags sind keine endgültigen Urteile. Sie sind Hinweise. Manchmal steckt dahinter nur Unerfahrenheit, Nervosität oder schlechte Kommunikation. Manchmal zeigen sie aber auch, dass eine Dynamik wirklich nicht sicher oder nicht gesund ist.
Entscheidend ist, was passiert, wenn du eine Red Flag ansprichst. Wird deine Sorge ernst genommen? Gibt es Raum für Klärung? Werden Grenzen respektiert? Oder wird abgewiegelt, Druck gemacht oder dir eingeredet, du würdest übertreiben?
Hypnose kann wunderschön sein, wenn beide Seiten ehrlich kommunizieren, Grenzen respektieren und Verantwortung übernehmen. Aber keine Session ist so wichtig, dass du dein Bauchgefühl ignorieren solltest.
Lieber auf ein oder zwei Sessions verzichten, als unnötige schlechte Erfahrungen machen.
Was denkt ihr dazu, wie geht ihr mit Red Flags um, und habe ich welche übersehen?
P.S.: Anbei das Ganze noch als Bilder, weil das einfach praktischer ist, als immer den ganzen Blogbeitrag lesen zu müssen. 😉

